„Eine Welle, die man nicht mehr bremsen kann“ – die neue Generation kämpft für Bildungsfreiheit in Deutschland

Bildungsfreiheit

(Dieser Artikel erschien in Heft 72 des Magazins die freilerner, Zeitschrift für selbstbestimmtes Leben und Lernen. Hier kannst du es bestellen.)

Altes Messegelände Leipzig, Pavillon der Hoffnung. In der Eingangshalle wird man sogleich einladend begrüßt – das Malspiel Leipzig, aber auch der Bundesverband Natürlich Lernen und die Mutfabrik mit dem Studentische Eltern e.V., der die Veranstaltung organisiert, warten dort mit einem Infostand auf.

Der Saal füllt sich in den nächsten 30 Minuten schnell. Es sind Kinder da, die spielen. Und auch André Stern wandelt durch die Reihen. Er ist groß und erinnert mit seinem Gang, dem hohen Kragen und gebundenen Haar ein wenig an den Modezar, Karl Lagerfeld. Auch André hat etwas von einem Popstar. Der junge Mann vor mir kommt, um seiner Freundin mit einem signierten Buch ein Geschenk zu machen, „Für sie ist er der König„. Aber auch die anderen Augen leuchten. Durch die Flügeltür strömt gemütlich ein doch sehr spezielle Publikum. Die Menschen wirken herzlich, sie strahlen, sind höflich und respektvoll miteinander, offen in ihrer Gestik und Artikulation. Mein schwarzes Dress passt an diesem Abend so gar nicht zum farbenfrohen Code der anderen Gäste. Und es sind ausgesprochen viele Kinder da! Aber nicht ein Kind schreit, jammert oder heult. Ich erinnere mich an eine Frage meines Schwiegervaters: „Und was sind das eigentlich so für Leute, diese Freilerner?“. Heute Abend war das Publikum jedenfalls lustig, nein, es wurde ausgesprochen viel gelacht, erzählt, geschmunzelt und sich begeistert! Hippies, Intellektuelle, alternative Damen, Herren und Familien, Ökos und Schicke, Kinder, Studenten, Menschen mit und ohne Titel. Organisiert wurde der Abend übrigens von der Studentischen Elterninitiative e.V., die mit dem Pavillon der Hoffnung einen passenden Ort gewählt hat. Es herrscht Aufbruchstimmung! Und auf einmal kommt mir der Gedanke: so muss es sich angefühlt haben, als 1989 die Mauer in Deutschland fiel! Etwas, was sich bis dahin niemand vorstellen konnte, ja, worunter eigentlich die meisten gelitten haben, passierte. Dass es jemals möglich sein wird, sich in Deutschland fernab jeglicher Zwänge – fernab der Schulpflicht! – frei und selbstbestimmt zu bilden, jeder auf seine Art, ist mitten in Bewegung. So viel wurde gekämpft! Für Freiheit, Selbstbestimmung, für Frauenrechte, Grenzüberschreitung, freie Liebe und Toleranz gegenüber Fremden – und nun stehen wir vor dem Schritt zum frei-sich-bilden, einer menschenwürdigen, respektvollen, ethischen Grundhaltung, die jedem Mensch, jedem Kind, das Recht zuspricht, sich entsprechend seiner Neigungen, Interessen und natürlichen Fähigkeiten so zu entfalten – zu entwickeln, zu formen, zu bilden -, wie es ihm beliebt.

Ich habe mir schon einige Vorträge von André und seinem Vater angesehen. Doch heute Abend, in diesem Saal, gab es viel neues für mich. –

Wir sind die Schatten dessen, was wir hätten werden können.

André ist Vertrauen pur. Ein Kind, das sich selbst gehört, unaufhaltsam, beharrlich, fest verwurzelt, stark. Er hätte auch Komiker werden können! Und sagt es immer und immer wieder, habt Vertrauen in das Kind.

Warum unterbrechen wir das Kind beim spielen?“ – Stille. Der ganze Saal schweigt. André löst die Spannung auf: „Fehlendes Vertrauen. Damit auch kein Vertrauen in uns selbst! Und da fangen die Selbstzweifel an.“

Einer seiner Kollegen ist Prof. Gerald Hüther, bekannt als der zurzeit gefragteste deutsche Hirnforscher, mit dem er eng zusammen arbeitet. „Die Wissenschaft sagt heute, dass das beste, was es zum lernen gibt, das spielen ist. […] Begeisterung ist Dünger fürs Gehirn: das Gehirn eines Kindes, das sich begeistern darf, badet sozusagen permanent im Dünger!„. Und:

Ich bin überzeugt davon, dass es keinen Frieden auf der Erde geben kann, solange wir nicht im Frieden mit der Kindheit sind.

Nachdem ich mich seit meiner Kindheit für Einsteinzitate begeistere, weiß ich: dieses hätte von ihm sein können. Er spricht viel vom verletzten Kind in uns selbst. Denn im Gegensatz zu ihm ist uns anderen eines gemeinsam – wir wurden beschult, also unterrichtet, „verbessert“, korrigiert. Man hat uns das Gefühl gegeben, dass wir erst noch werden müssen, bevor wir etwas sein können, bevor wir sind. Und wir denken nun, wir müssten zuerst bei uns anfangen, um dem Kind neu zu begegnen. Dabei ist es umgekehrt, wir müssen unserem Gegenüber, dem Kind neu begegnen, um unserem inneren (verletzten) Kind neu zu begegnen.

Eine Frau aus dem Publikum fragt: „Aber wie kann eine alleinstehende Mutter das alles machen?„. Die Frau ist Grundschullehrerin und muss ihr Kind jeden Morgen um 6.30 Uhr wecken, was sie absolut nicht erträgt und gern anders hätte, kann sich aber nicht vorstellen, wie es idealer gehen soll. – „Wovon haben denn deine Eltern gelebt?„, fragt sie. – André sagt in etwa: die Idee ist nicht, mit den Kindern den ganzen Tag zu Hause zu bleiben. Und sie bedeutet auch nicht, dass man dafür sieben Familienmitglieder braucht, es ist viel einfacher, als wir denken: das Kind geht hinaus, in die weite Welt. Es bildet ein Netzwerk um sich herum, wenn wir es lassen!

In dem Moment, wo deine Toleranz einen Zustand nicht mehr zulässt, stehst du vor der Veränderung.

Andrés Eltern sind damals aus Nazideutschland geflüchtet. Für sie war von vornherein klar, dass sie ihre Kinder nicht dem staatlichen Beschulungssystem aussetzen werden. Und diese Entscheidung führte dazu, dass sie sich andere Rahmenbedingungen schaffen – selbst schaffen – mussten. Denn anders, als oft angenommen, bekam André keine besonderen Privilegien mit in die Wiege gelegt, sondern hatte einfach das Glück, Kind zweier Menschen zu sein, denen das Vertrauen in die angeborenen Fähigkeiten ihrer Kinder wichtiger war, als irgendwelche Gesetzmäßigkeiten und stupiden gesellschaftlichen Ideologien.

Es ist komisch, alles ist urkomisch. Meine Sitznachbarn sind Waldorfschullehrer und führen die Luisenhof-Gemeinschaft in der Nähe von Chemnitz. Sie lachen herzlich! Denn André führt uns auf eine einzigartige, ironische, aber zum wegschmeißen lustige Weise vor, wie skurril doch das von uns kreierte Gesellschaftsmodell ist, in dem wir leben. In dem wir unsere Kinder großziehen! André ist stark, in seinen braunen Augen flammt ein Feuer. Und er selbst ist das beste Beispiel für jemanden, für ein Kind, das dem nicht ausgesetzt wurde, das einfach ist und sein konnte: ein freier Mensch.

Und zum Schluss beantwortet André uns noch drei Fragen, klick hier für das Interview.

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Quelle Titelbild:

https://www.hdg.de/lemo/img/galeriebilder/deutscheeinheit/menschen-auf-der-mauer-am-brandenburger-tor_foto_LEMO-F-6-176_uls.jpg

14 Kommentare auf “„Eine Welle, die man nicht mehr bremsen kann“ – die neue Generation kämpft für Bildungsfreiheit in Deutschland

  1. Hallo Louise, bitte ehrlich bleiben. Ich hab dich nicht gefragt was das für Leute sind diese Freilerner. Freilerner interessieren mich nicht, jeder soll machen was er will und wenn jemand frei lernen will soll er das machen. Für mich hat dieser Stern so was Schmieriges, Sektenhaftes an sich, eher abstoßend. Ich würde nicht blind hinter jemanden herlaufen den ich nicht kenne.
    Der Schwiegervater

    1. Hallo Ernst, es freut mich, dass du meine Artikel liest, auch wenn dich Freilerner nicht interessieren! Dass ich Herrn Stern blind hinterher laufe, würde ich nicht sagen – ich habe mir die Mühe gemacht, ihn persönlich kennenzulernen (https://www.youtube.com/watch?v=vlmsE4GCq_A&feature=youtu.be) und empfinde ihn alles andere als „schmierig“ oder „sektenhaft“ und ganz und gar nicht „abstoßend“. Diesen Stempel fremden Menschen, noch dazu jüdischer Herkunft, aufzudrücken, nur weil man sie nicht kennt oder mag, finde ich ungerecht und „dieser Stern“ als Betitelung in dem Zusammenhang ist absolut inakzeptabel. Ein Kind, dessen Vater unter Hitler vor den Nazideutschen fliehen musste und das es nun wagt, für eine neue, offene und freie geistige Haltung einzutreten, damit es der nächsten Generation einmal besser geht, finde ich mehr als beachtlich. Ein Wunder, dass sich so jemand überhaupt für bessere Verhältnisse in Deutschland engagiert. Mein Motto: „Glaube nur, was du auch selbst gesehen oder erfahren hast.“ Viele Grüße, Louise

  2. Klasse Artikel und toller Blog! Und so ein wichtiges Thema! Ich bin auch völlig von der Freilern-Idee begeistert und schreibe auch in meinem Blog darüber. Aber leider habe ich festgestellt, dass die online und offensichtlich auch in entsprechenden Veranstaltungen spürbare „Welle“ nicht in meiner Realität angekommen ist. Und so fehlte mir der Mut für Kämpfen oder Auswandern und meine Große ist diesen Herbst in die Schule gekommen. Mir macht es jeden einzelnen Tag Bauchschmerzen und ich habe nach 6 Wochen genug Bestätigung bekommen, dass ich dieses Leben eigentlich nicht für sie (und uns als Familie) will. Aber bestärkt duch unser gutes Zureden gefällt es ihr bisher sehr gut – ob das nun eine rosarote-IchBinJetztSchulkind-Brille ist oder tatsächlich alles so prima bleibt, werden wir abwarten.
    Jedenfalls wünsche ich mir so sehr, dass es immer mehr und mehr werden und dass es möglichst bald eine legale Lösung in Deutschland gibt. Wenn wir alle durch Vorleben und/oder die Idee bekannter machen dafür etwas tun, muss es einfach etwas werden! Mach bitte weiter so!
    Liebe Grüße,
    Maria von OstSeeRäuberBande

    1. Danke Maria!! Deinen Blog sehe ich mir jetzt sofort an 😉 Ich mache mir da gar keine Sorgen. Das Schulsystem ist längst überholt und wir werden diejenigen sein, die es für unsere Kinder und Enkel stürzen. Wir sind die neuen 68er! Und klar, jede Bewegung hat auch ihre Nachteile, aber das muss man in Kauf nehmen – ohne Veränderung keine Verbesserung, no risk, no fun 😉 Ich finde es ganz normal, dass man sich gegen Gewalt, Unterdrückung und Beherrschung auflehnt, ja, da nicht mitmacht. Ich hätte mich auch gegen die Nazis gestellt. Genauso, wie ich Flüchtlinge als meine Brüder sehe. Und es ist für mich selbstverständlich, meinem Kind ein Leben in Freiheit zu ermöglichen. Du schaffst das!! Ganz liebe Grüße

  3. Die Paralelle zu 89 habe ich in letzter Zeit auch schon gezogen. Da wächst etwas, was unsere Gesellschaft verändern wird. Das steckt an und manchen macht es auch ANgst und sie beharren, das alles bleiben soll, wie es ist. Mein ältester Sohn ist 92 geboren worden und da gab es selbst von Ökos und Hippies viel Gegenwehr, wenn ich gegen die Schulpflicht argumentierte. Kaum einer wollte zustimmen daß die Schulpflicht gesetzlich legitimierte Gewalt gegen das Kind ist. Seit einigen Jahren ändert sich bei vielen die Meinung, die Berichterstattung wird positiver, freie Schulen gründen sich en Masse, Eltern gehen, ünterstützt von einem Netz, ihren eigenen Weg. So ist es für mich nur noch eine Frage der Zeit, bis die Schulpflicht in ihrer jetzigen Form fällt.
    Mein jüngster Sohn ist an einer sehr freien freien Schule und es berührt mich, wieviel Vertrauen den Kindern in ihre Fähigkeiten entgegen gebracht wird. Er ist dort glücklich.

    1. Hey Dagmar, interessant, was du sagst, denn du hast mehr Erfahrung und doch empfinde ich es genauso. Es ist der logische und natürlichste Schritt in der Entwicklung. Und: es kommt ja zum Glück auch immer stärker aus der Wissenschaft (siehe Gerald Hüther & Co.). Ja! Wir werden immer mehr. Und „wir“, die Menschen dieser Bewegung, sind extrem stark, das muss man sich bewusst machen. Denn wir sind innerlich frei. Selbst als Noch-Minderheit bewirken wir schon sehr viel, denn unser Inhalt hat nicht nur Kraft, Tiefe und Tragweite, er hat vor allem eines: Liebe. Echte Liebe durchdringt alles, nichts kann ihr entkommen. Und das multipliziert sich daher natürlich trotzdem umso mehr, je mehr wir werden. Also: netzwerken, netzwerken, netzwerken. Dieses Netz breitet sich immer mehr aus und ist irgendwann so eng geknüpft, dass niemand mehr durchfallen kann. Prost 😉 Liebe Grüße, Louise

  4. hi louise, immer weider schoen gleichgesinntes zu lesen. herzlichen glueckwunsch zum schwiegervater 😉 wir sind in neuseeland zuhause, da erspar ich mir zum glueck solche uebergriffe. liebste gruesse, anni von dreikurze.com

    1. hey anni, vielen lieben dank, habt ihr ein glück, ihr macht es so richtig!!! ja… 😉 liebe grüße und so viel gutes für euch, louise

  5. Ich war an diesem Abend mit meinem Mann und meiner 15jährigen Tochter auch dort.
    Ich empfand den Vortrag berührend, interessant, Augen öffnend, bestätigend und beruhigend. Ich mag Andre’s Art zu berichten. Man fühlt sich tatsächlich „auf die andere Seite des Spiegels“ geholt 🙂

    1. Hey Katja, wie schön, bestimmt haben wir uns (kurz) gesehen und wissen es nicht. Gut, dass er so viele Vorträge hält, ich werde noch einige besuchen und andere Menschen dazu anhalten, sich diesen Spaß auch einmal zu gönnen, toll!!! Liebe Grüße

  6. Ich habe mich mit dem Thema nicht intensiv beschäftigt, lese nur ab und an einmal darüber. Aber ich frage mich dabei immer wieder, was später aus den Kindern wird. Wenn sie dann plötzlich dastehen und einen Beruf lernen sollen (denn von Luft und LIebe kann man nicht Leben), bei einem Arbeitgeber, der gewisse Anwesenheitszeiten fordert. Wenn sie sich gegen andere Kollegen durchsetzen müssen. Dabei rede ich gar nicht davon, dass sie Karriere machen müssen. Aber sie müssen sich plötzlich in einer Welt behaupten, von der sie jahrelang ferngehalten worden sind.
    Ich kenne 3 in meinem Alter, die damals die Waldorfschule besucht haben. Und alle 3 bringen nichts auf die Reihe. Sie sind ständig dabei sich „neu zu definieren“, haben zig Studiengänge angefangen und nicht beendet, Arbeitsstellen immer wieder gekündigt, weil Belanglosigkeiten nicht gepasst hatten und werden stellenweise noch immer von den Eltern freigehalten, weil sie sich nicht selbst versorgen können.
    Ich will jetzt gar nicht gegen die Idee des freien Lernens schimpfen. Nein, wäre schon schön. Aber irgendwann wird man in’s kalte Wasser geworfen und steht total unvorbereitet der Realität gegenüber. Einer leistungsorientierten Gesellschaft. Außerdem hätte ich Bedenken, dass viele das nicht als Chance sehen. Sondern dass sich dann Parallelgesellschaften entwickeln. Mädchen bestimmter Glaubensgemeinschaften würden nicht mehr unterrichtet werden. Kinder mit Migrationshintergrund würden vermehrt dem Unterricht fernbleiben.
    Ich glaube einfach nicht, dass es funktioniert.

    1. Liebe Tina,
      wie schön, dass du mich gefunden hast, herzlich willkommen und vielen Dank fürs lesen und kommentieren! Du bringst viele interessante Dinge auf und hast mich damit gleich zu einem neuen Artikel inspiriert, in dem ich auf all diese Sachen eingehen werde, vielen Dank!! Was ich dir zu all deinen Fragen sehr empfehlen kann, ist das Buch „… und ich war nie in der Schule!“ (https://www.amazon.de/gp/product/B00EYCKDZ2/ref=as_li_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=6742&creativeASIN=B00EYCKDZ2&linkCode=as2&tag=wwwzwerggeflu-21&linkId=KWN7CK2BJNFSDGFL)

      IM ANHANG des Buches beantworten nämlich DIE ELTERN des Kindes viele dieser Fragen, die immer wieder aufkommen. Und es wird ganz konkret gezeigt, wie genau das in diesem Fall funktioniert (hat). Es gibt in Deutschland aufgrund der Gesetzeslage und allgemeinen Ansicht nicht so viele Freilerner, wie in den anderen Ländern, zummindest müssen sich diese hier ja zum Teil verstecken. Doch in der nächsten Zeit werde ich auch hier noch welche vorstellen und detaillierter darüber schreiben. Es freue mich aber ungemein, dass du dich dafür interessierst und hier weiter mitliest, denn wichtig ist besonders, das Vertrauen in die natürlichen Fähigkeiten der Kinder und des Menschen zu stärken, unnötige Ängste abzulegen, ein Netzwerk, eine Gemeinschaft zu schaffen, die darin hält und unterstützt. Dann kann man sich irgendwann gar nichts anderes als diese natürliche Freiheit mehr vorstellen. Meine herzlichsten Grüße, Louise

  7. Am meisten hat mich der Ausblick in die Zukunft gefreut: Wenn wir es schaffen, dem Kind auf Augenhöhe zu begegnen, dann wird die Kindheit als Bergriff und Zuweisung enden. (das war im Jenaer Vortrag, vielleicht hat er das in Leipzig auch so gesagt). Letztlich handelt es sich ja bei dem, was wir heute unter „Kindheit“ verstehen um Altersdiskriminierung – bei den älteren Menschen längst ein Thema, es wird Zeit hier die jungen Menschen einzuschließen.
    Da ich viele eher schlechte Schulen kenne (die wenigsten sind frei, demokratisch, partizipativ und immer Zwanghaft), jedoch viele gute Lehrer kennenlernen durfte wäre der Schritt hin zu freien Bildungsentscheidungen mit Sicherheit auch ein Gewinn für die Arbeit dieser Lehrer – und wahrscheinlich sogar ein Motor für eine zeitgemäße Schulentwicklung.
    Viele Grüße aus dem Holzland – Toralf

    1. Lieber Toralf, danke für deinen Beitrag!! Ich sehe das absolut genauso, Altersdiskriminierung ist NATÜRLICH ein Thema, warum bei der Kindheit noch nicht? Die jüngsten sind die Fackelträger der Zukunft und alles, was das Bewusstsein für sie schärft und die Sensibilisierung für den Umgang mit ihnen stärkt, muss gefördert, verbreitet und gepflegt werden. Viele liebe Grüße, Louise

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