Mit Kindern im Süden überwintern – aber wie?

Diesen Traum habe ich schon lange. Einmal dem kalten Winter entkommen und an einem schönen, sonnigen Fleck das Leben genießen. Viele Menschen mögen ja den Winter. Sie mögen die Wechsel zwischen den Jahreszeiten und die gemütliche Winterstimmung mit Tee und Plätzchen. Außerdem die Weihnachtszeit und weißen Schnee. Das mit dem weißen Schnee kann ich noch nachvollziehen. Den finde ich auch schön, wenn er noch ganz frisch ist und niemand seine matschigen Fußspuren darauf hinterlassen hat. Aber wann sieht man das schon noch. Zurück in der Realität stimmt mich der Winter immer sehr müde, fad und kraftlos. Ich knicke ein wie eine welkende Blume in trockener Zimmerluft. Da ich so gern draußen bin und es liebe, Zeit in der Natur zu verbringen, fühle ich mich durch den Winter eingeengt. Draußen ist es mir einfach zu kalt und die Unbeweglichkeit in dicken Sachen stört mich. Noch dazu lebe ich seit zwei Jahren in einer Stadt, die für mich persönlich im Winter unerträglich ist. Das wenige Grüne – grün fehlt hier ohnehin – ist in der kalten Jahreszeit schließlich gänzlich verschwunden. Dadurch sieht die Stadt noch grauer aus, als sie ohnehin  schon ist und die abgaslastige Luft erstickt selbst klarste Wintermorgende.

Schlimmer waren die zwei Winter in China. Doch das würde diesen Artikel jetzt sprengen.

Eine sehr schöne Alternative war immerhin mein damaliges Wintersemester in Budapest. Kalt auch, doch in einer bezaubernden Stadt direkt an der Donau. Mit viel Musik und warmen Thermalbadbesuchen vor einer immer schönen, historischen Kulisse. Von all den anderen Wintern erzähle ich jetzt lieber nicht, denn das würde euch langweilen. Ich sage nur: ich habe ein paar ausprobiert.

Diesen Winter möchte ich mal was ganz anderes. Diesmal bin ich aber auch nicht mehr allein! Und sicher wundert ihr euch auch, warum ich jetzt schon davon schreibe, vom überwintern?

Warum ich jetzt schon an den Winter denke

Jahr für Jahr habe ich mich beschwert. Diesmal möchte ich damit niemanden mehr nerven. Und damit das auch klappt, muss ich mich natürlich schon ein wenig organisieren, denn ganz so schnell geht die Winterumsiedlung für mich nicht. Genau aus dem Grund ist daraus übrigens auch nie etwas geworden. Job, Wohnung, Geld, das übliche. Aber es kommt noch etwas hinzu! Diesmal muss ich mich sogar jetzt, im Sommer, schon aufmachen – weg vom Winter! Denn ich fahre mit dem Fahrrad.

Mit dem Fahrrad Richtung Süden

Obwohl ich immer gern geflogen bin und auch noch Fluggutscheine hätte, sagt mir mein Bauchgefühl, dass das im Moment nicht das richtige Fortbewegungsmittel für uns ist. Die Sache mit der Nicht-Umweltschonung ist das eine. Zum anderen verängstigen mich die letzten Medienberichte über Flugzeugabstürze. Mit Angst trete ich aber keine Reise an. Diesmal fahre ich Fahrrad!

Bei meiner Fahrrad-Ausreise gibt es aber nun ein paar Dinge zu beachten, mehr, als bei meinen vorherigen Reisen.

  1. Erstens wird es viel länger dauern, bis ich an einem möglichen Winterdomizil bin, daher muss ich mir eine gute Route überlegen, denn schon im Herbst wird es kühler in Europa.
  2. Zweitens werde ich die Zeit bis dahin aus den Fahrradtaschen leben, ich muss uns also gut ausstatten.
  3. Während des Reisezeitraums habe ich keinen Job, Geld muss also woanders her kommen, als aus meiner bisherigen Arbeit.

Während ich mich mit diesen Gedanken an die Vorbereitung mache, tanzt in mir schon die Vorfreude. Endlich mal einen verlängerten Sommer, am besten noch am Meer und tolle Ideen habe ich auch schon! Natürlich muss ich noch alles mögliche organisieren, doch der Entschluss ist gefasst. Jetzt geht es los mit der Reisevorbereitung – das hat mir so gefehlt! Zwar habe ich das verreisen seit meinem Mutterdasein nicht aufgegeben, doch bisher fehlte mir natürlich die Flexibilität und Erfahrung. Vorher bin ich ja immer allein gereist, nun habe ich die Verantwortung für zwei. Aber die Zeit scheint nun reif, ich fühle den richtigen Zeitpunkt und kann es kaum erwarten, mich hineinzustürzen in ein neues Abenteuer – ganz anders, ganz frisch, ganz neu! Hier werde ich euch also demnächst an meinen Reisevorbereitungen teilhaben lassen und vielleicht kommen ja auch die ein oder anderen Tipps zusammen. Bis dahin! – Ich bin auch schon gespannt, wie es weiter geht…

4 Kommentare auf “Mit Kindern im Süden überwintern – aber wie?

  1. Ich bin gespannt auf deinen Bericht.
    Besonders den Aspekt der Route und der Finanzierung finde ich sehr interessant.

    Liebe Grüße

    Nina

    1. Hey Nina, vielen Dank! Ich bin wirklich gerade total in der Planung und hier gibt es dann sehr bald wieder mehr dazu 🙂 Schön, dass du mich gefunden hast und bis bald hier!!

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