Familie sein und gut leben – 30 Tipps zum Thema Geld

Oft habe ich gehört, dass es teuer wird, sobald man Kinder hat, denn Kinder kosten Geld, würden alles haben wollen und überhaupt der ganze Lebensstil ändere sich. Als wir uns schließlich auf eine Langzeitreise begeben haben, kam auch die Frage danach, wie wir das denn finanziell machen würden, immer öfter. Ein Leben mit Kindern ist überhaupt nicht teurer! Bzw. je nachdem, wo die eigenen Prioritäten und Ansprüche liegen. Zu dem Thema Was Kinder eigentlich kosten und wie diese Haltung die Gesellschaft provoziert habe ich hier einen Bericht geschrieben. Und für alle, die sich immer fragen, wie man das denn so macht mit Kind(ern), hier eine ganz persönliche Auflistung, die nicht so sein muss, aber funktioniert – wenn man der Typ dafür ist und sowieso gern minimalistisch, nachhaltig, selbständig und vernetzt lebt!

Damit du dir weniger Gedanken um die Familienkasse machen musst, kannst du versuchen, sie ein wenig zu schonen oder noch besser – mehr Einnahemen als Ausgaben zu haben. Und dafür kannst du folgendes tun…

  • Sachen ausmisten und/ oder verkaufen (Ebay, Flohmarkt, …)
  • deinen Wohnraum oder ein Zimmer vermieten (das funktioniert z.B. super und kostenlos über Airbnb, wo du die Vermietung ganz individuell auf dich/ euch anpassen kannst, bis zu 800.000 Euro schadensersatzversichert bist und dadurch immer nette Menschen ins Haus bekommst)
  • Strom/-gasanbieter jährlich vergleichen (Vergleichsplattformen online nutzen) und zum günstigsten wechseln
  • Internetanschluss mit deinen Nachbarn teilen
  • Handy-/Telefonvertrag wechseln/ optimieren
  • alle Versicherungen kündigen (außer Krankenkasse)
  • Krankenkasse wechseln und gezielt eine nach deinen/euren Bedürfnissen wählen (online vergleichen)
  • Klamotten tauschen (z.B. auf Kleidertauschparties!) anstatt welche zu kaufen oder
  • Anziehsachen gebraucht kaufen (z.B. Flohmarkt)
  • alte Textilien verkaufen (im Internet gibt es dafür gute Plattformen)
  • bei Kosmetik: was brauchst du wirklich? Verwende sparsam und kaufe nachhaltig lieber nur ein wirklich  gutes Produkt, von dem du lange zehren kannst oder: selber machen! (auch dazu findest du im Internet viele interessante Blogs, Bücher und Rezepte)
  • Medizin/ Gesundheit: sich selbst so gesund wie möglich halten und auf unnötige Medikamente verzichten
  • gesund essen, tief atmen, viel bewegen, frische Luft, Wasser und Sonne als Krankheitsprävention!!
  • Auszeiten finden und auf die eigene Stimme hören (nachhaltige Investition auch finanziell!)
  • Rechnungen sofort bezahlen (Mahnungen vorbeugen!)
  • reparieren statt kaufen
  • ökologischer putzen (z.B. mit Zitrone, Essig, Waschnüssen & Co. anstatt mit teureren Chemieprodukten)
  • Sparbuch fürs Kind anlegen (z.B. 10 € mtl. = 120 Euro im Jahr = 2160 Euro zum 18. Geburtstag)
  • mehrere Sparer aufs Sparbuch einzahlen lassen (z.B. Mama, Papa, Oma und Opa = 8640 Euro zum 18. Geburtstag!)
  • Bank wechseln (es gibt ethische Banken, die ausschließlich soziale Projekte unterstützen und wenn viele Menschen das machen, bestimmen sie so aktiv den Finanzwirtschaftsmarkt mit)
  • Geld nachhaltig anlegen, z.B. in erneuerbare Energien, Holz, soziale Projekte oder Schenkgemeinschaften (du erhältst so zusätzliche Ausschüttungen und machst dich unabhängig von Banken)
  • kostenlose Veranstaltungen besuchen statt welche, die dir viel Eintritt abverlangen (Zeitungsartikel, Flyer oder Internetseiten nutzen)
  • Probe-/ Schnupperstunden und -tage nutzen (z.B. bei Freizeitangeboten)
  • Freunde/ Bekannte um Hilfe bitten oder als Fachfrau/-mann fragen (nutze „Free your Stuff“- oder „Free your Advice“-Gruppen im Internet)
  • schlau einkaufen (kompakt und mit Einkaufsliste)
  • zu Hause kochen (Überschüsse einfrieren), open kitchen/ koch communities
  • auf Unnötiges verzichten (Fleisch, Wurst, Fisch, Zuckerzeug, Alkohol, Tabak, Fertigprodukte, Dinge, die du bereits (mehrfach) hast usw.)
  • mach mit bei Food Sharing statt immer im Supermarkt kaufen (das ist kostenlos und sogenannte „Fairteiler“ gibt es in allen Städten) oder
  • solidarische Landwirtschaft mitmachen (einfach, günstig, gesund, nachhaltig) oder die für eine wöchentliche Bio-/ Gemüsekiste anmelden (findest du im Internet)

Abschließend zu Thema „Kinder sind teuer“ – Generell investiere ich Geld lieber in ideelle als materielle Güter. Demnach sind z.B. viel Spielzeug (auch für uns Erwachsene) und Snacks nach meinem Empfinden unnötig. An Bildung und allem, was die Persönlichkeit fördert und begeistert, würde ich hingegen nie sparen.

In meinem Artikel Leben ohne kaufen: mein Experiment ohne Geld bin ich noch auf ein paar mehr Ideen gestoßen!

Hast du noch mehr Tipps oder interessante Ideen, die hier fehlen? Dann freue ich mich, wenn du das in den Kommentaren verlinkst!

12 Kommentare auf “Familie sein und gut leben – 30 Tipps zum Thema Geld

  1. Ich bin bei vielen Dingen absolut einverstanden, allerdings finde ich es sehr gewagt, alle Versicherungen zu kündigen. Hier kann ich überhaupt nicht mit gehen. Auch eine private haftpflichtversicherung ist unverzichtbar.
    Außerdem empfinde ich im jetzigen Zinsniveau ein Sparbuch definitiv nicht als gute Anlageform. Hier wäre ein Fondssparplan auf solch einer lange Sicht definitiv besser.
    LG,Tini

    1. Hallo Tini, natürlich sind das hier alles nur Ideen oder Vorschläge zur Inspiration. Ich persönlich habe mich so sehr daran gewöhnt, dass ich gar nicht mehr anders kann und möchte. Doch jeder muss natürlich selbst entscheiden, womit im Leben er sich am wohlsten fühlt. Liebe Grüße!

  2. Danke für deinen tollen Beitrag. Passt gerade optimal in meine Situation. Wir spielen mit dem Gedanken auszuwandern oder zu verreisen aber mein Mann redet ständig nur davon, dass wir kein Geld dafür haben, dass er seinen Job kündigen müsste, wovon wir leben sollten (ein Eigentum, was wir vermieten könnten haben wir leider nicht). Mich hält hier nix. Ich will einfach nur weg und die Welt sehen. Aber bis auf das wir die Möbel und alles verkaufen könnten haben wie nix Erspartes und meinem Mann wäre das ein zu großes Risiko. Aber vielleicht ändert sich ja noch was in unserem Leben

  3. Selber machen ist auch oft unheimlich ressourcen schonend: Gärtnern, Klamotten nähen, Möbel bauen, Auto flicken. Außerdem immer erst nutzen, was man hat, an Material und Möglichkeiten, bevor man Geld ausgibt. Obst, Kräuter, Tee, Nüsse etc in der Natur sammeln ( Obstbäume via Mundraub oder in der Nachbarschaft finden) und Nachernte von Gemüsefeldern. Mit Holz heizen und entweder im Wald mit Sammelschein versorgen oder im Sägewerk Reste kaufen. Bücherei nutzen. Das ist unendlich fortführbar.

  4. Du hast ganz interessante Ideen. Allerdings sind die Musiklehrer, die ich kenne, genervt vom Probestundenhopping, dass kaum einer das.noch kostenlos anbietet. Machen in Berlin nur noch neue Musiklehrer. Mir würde es auch nicht gefallen, wenn jemand eine Stunde in Anspruch nimmt, ohne Absicht jemals einen Kurs zu nehmen. Da, finde ich, sollte man mit offenen Karten spielen.

    1. Hallo Dagmar, du hast absolut Recht, ich habe das abgeändert (wobei man natürlich auch bei den „Nur-Testern“ immer noch die Chance hat, die Schnupperstunde so toll zu gestalten, dass auch dieser jenige dann noch einmal kommt). Aber zum ausnutzen animieren möchte ich selbstverständlich niemanden, insofern vielen Dank! Alles Liebe

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