Lebensprojekt (Elternsein). Finde dein Konzept oder: die ultimative Lösung für alles!

Lebensprojekt

Machen wir uns mal nichts vor – das ist das heiße Eisen unter allen Eltern, das Thema of your inner mind, der Grund, warum so viele Beziehungen mit Kindern dann doch in die Brüche gehen, DAS Ding, mit dem alle zu kämpfen haben: die Mission, das KONZEPT, der perfekte Fahrplan.

Hinter all den Elternblogs, die gerade wie Pilze aus dem Internet, äh, Boden, sprießen, hinter all den „Und, geht sie schon in den Kindergarten?„-Fragen, hinter all den Elternzeit- und Erziehungsgelddebatten, gut gemeinten Tipps und schlechten Ratschlägen steckt doch eigentlich nur eins: die quälende, irgendwie nie endende Suche nach der – irgendwo muss sie doch herumschweben, manchmal, kurz, hab ich´s schon, dann ist es auf einmal so leicht – ultimativen Lösung von allem MIT Kindern. Die Lösung, zur perfekten, spaßmachenden Kombination aus harmonischem Familienleben, glücklicher Kindheit, Selbstverwirklichung, „Arbeit“ oder geldbringenden Passion, Talent oder Leidenschaft – aber anders, nicht so, wie der Mainstream, sondern alternativ glücklich, voller Freiheit und unabhängig gesellschaftlicher Zwänge und falschen Verpflichtungen.

Schatztruhenschlüssel Nummer Eins: Zufriedenheit

Ja. Was hätten wir auch anderes erwartet. Die hohe Kunst ist es, einfach mal zufrieden zu sein. Zufrieden mit dem, was man hat, was ist, was man ist. Zufrieden mit dir selber sein. Und ganz ehrlich, was ich wirklich täglich praktiziere und was mich extrem glücklich macht, ist danke sagen. Nach innen, nach außen, vor dem einschlafen, zu dir selber, wie auch immer. Versuche mal, dich für mindestens 100 Sachen zu bedanken. Vielleicht kriegst du kaum 20 zusammen, aber je mehr „Dankes“ dir einfallen, umso einfacher wird es, dann hören sie plötzlich gar nicht mehr auf. Und die Wirkung, der Effekt ist enorm, das verspreche ich dir. Meine ganze Fahrradfahrt neulich war voller Danke!

Und trotzdem muss ich sagen – es ist möglich, sehr dankbar und wirklich zufrieden zu sein. Aber! Wenn du trotz all dem das Gefühl hast, irgendwie unglücklich zu sein, nicht das Leben zu leben, für das du hier scheinbar gemacht bist, wenn es da noch ein paar Schubladen gibt, die irgendwann platzen, wenn du sie nicht endlich aufreißt und alles aus ihnen herauskramst – dann ist es vielleicht Zeit, etwas ändern. Und dein Kind hindert dich nicht daran, im Gegenteil. Denk´bloß nicht, dass du nun erst recht das schwarze Los gezogen hast und alle Züge bereits abgefahren sind. Dass du es nun noch viel schwerer hast, als vorher, als die anderen, hättest du damals nur mal richtig die Zeit genutzt… Alles Quatsch! Denn genau dafür sind Kinder da. Warum pflanzt sich der Mensch denn eigentlich fort, was ist eigentlich der Sinn hinter der Entstehung von neuem Leben, ob auf der Erde oder sonst irgendwo? Bestimmt nicht die reine Erhaltung, dass alles immer so bleibt, wie es schon ist. Nein, wenn neues Leben entsteht, hier her kommt, dann kommt etwas neues, man kann sich darauf gefasst machen, dass etwas anderes kommt, Leben heißt Veränderung, Entwickung, Bewegung, vorwärts denken! Kinder bringen all das in dir erst so richtig hervor, wühlen dein ganzes Ich, dein Selbstbild, deine Werte, deine Idee vom Leben und der Welt, ach, alles, erst so richtig auf – und daher kommen sie auch erst, wenn du bereit dafür bist, wenn du der nächste bist, der Prozesse mit in Gang setzen kann. Und deshalb tüftele auch ich seit vier Jahren an einem Thema:

Mission impossible. Must be possible

Oder: finde deine (Herzens-)Mission. Es muss eine geben! Und für jeden sieht sie natürlich anders aus, klar. Aber es ist und kann einfach nicht das Leben, der Sinn von allem sein, dass wir in einem System leben, in das wir uns irgendwie hineinquetschen, in dem wir meist gegen unseren Willen Dinge tun, die uns widersprechen, nur weil wir meinen, anders nicht überleben zu können, durch das Raster gesellschaftlicher Anerkennung zu fallen, aber schön weiter Theater spielen und nur mal ab und zu durch den Vorhang luken und „Psst!“ rufen, nur um am Ende halbwegs sagen zu können – ja… was eigentlich? Was wollen wir damit denn dann eigentlich erreicht haben? Häääääääää??? Verstehe ich echt nicht. Ist für mich wie lila Klopspups mit Matsch und Soße. Kann ich nicht mitmachen, finde ich einfach nur komisch. Da sitze ich doch lieber pfeiferauchend im Schaukelstuhl und bastle weiter an Zwerggeflüster.

Ich will gutes Karma, ich will was zu lachen haben! Und das machen, was mir Spaß macht. Mein Kind soll auch lachen, viel (!) lachen und machen, was ihm Spaß macht! Warum soll es in den Kindergarten, sechs Stunden am Tag, alleine? Wem macht das Spaß? Warum soll ich Versicherungen bezahlen? Wer versichert mich eigentlich gegen was, wer versichert mir meine gute Laune? Wer schreibt hier eigentlich wem was vor, wer macht die Regeln und warum? Regeln für alle? Wo ist die Regel für Glück, Zufriedenheit, Spaß, ein gutes Leben, Gesundheit und Humor? Ich sage euch jetzt mal was: wir sollten endlich anfangen, unsere eigenen Regeln zu machen! Nicht um jeden Preis, nicht über Leichen, aber ganz im Sinne von Leben und leben lassen oder Was du nicht willst das man dir tu, das füg´auch keinem andern zu oder Erlaubt ist alles – solange es niemandem schadet (, außer vielleicht dir selbst).

Schlüssel Nummer Zwei: Ich liebe das Leben!

Warst du schon mal in Amerika in einer Gospelkirche? Ich habe zwei Monate in Harlem, New York, gewohnt, und war öfter sonntags dort. Allein in meiner Straße gab es, wenn ich mich recht erinnere, siebzehn solcher Kirchen, Knaller. Und dort geht´s richtg ab. Amen ist das Wort, was in jeder Minute wohl zweiundzwanzig Mal fällt und dann auch noch klingt, wie „Ey, Man“. EY MAN.  JAWOLL, POWER! Volle Kraft voraus! Es kann so schön sein. Man muss nichts! Nur: Vertrauen haben – in sich, in das Leben, die Zukunft, das schöne und gute, die eigene Intuition, das Bauchgefühl, ja, einfach in sich selbst. Denn das ist es, was uns schon ganz früh vom System, von dem ganzen Netzwerk – wer auch immer die Macher, die Verstrickungen dahinter o.ä. sind – ausgeredet wird. Schon im Kleinkindalter wird einem all das genommen, ausgeredet, umtrainiert, aberzogen: diese volle Blüte, das Einssein, die reine Harmonie mit sich und der Welt. Doch wir wollen leben, wir sind geborgen, um zu leben! Und bis die nächste Erdzeitkatastrophe hereinbricht, die alles auslöscht und wieder neu macht, vergehen ja vielleicht doch noch ein paar Jahre. Ich will es jetzt, hier, heute, für mein Kind, alle Kinder! Und uns. Denn wir haben es verdient – wir alle, Menschen und Tiere, haben ein schönes Leben verdient! Ich bin überzeugt davon, das Leben hier soll schön sein! Und warum eigentlich kompliziert, wenn es auch einfach geht?

Logik wird dich von A nach B bringen.

Phantasie wohin du willst. {Albert Einstein}

Hier mal meine Supertipps, die mir in den letzten Jahren sehr geholfen haben (natürlich nur als ganz wenige kleine Quellen, denn darüber hinaus gab es ja noch so viele andere):

Fazit: Konzentration

Auf die inner mission. Versuch doch mal, die Phase, kurz bevor du einschläfst, die, in der schon die Bilder entstehen und ersten Filme laufen, bewusst wahrzunehmen, dich länger darin aufzuhalten und: das dann zu merken und genau in dem Moment mitzusprachen, auszusprechen, in Worte zu fassen, was du da siehst. Das ist meine neue Übung. Und es ist hochinteressant, in welche Symbolsprache sich diese scheinbar unbeschreibaren Fantasiebilder auf einmal von selbst übersetzen. Konzentrier dich! Auf deinen eigenen Weg. Es gibt keine Regeln, außer die, die wir uns selbst aufstellen.

Achso und weil wir ja erstmal doch Geld verdienen sollen – hier meine Ideen für: Wie wir Eltern die Arbeitswelt revolutionieren müssen! Cheers.

 

5 Kommentare auf “Lebensprojekt (Elternsein). Finde dein Konzept oder: die ultimative Lösung für alles!

  1. Ich könnte, nein ich werde mich in Deinen Gedanken und Geschichten verlieren. Sicher mit vielem Schmunzeln, oft nachdenklich mit dem Kopf nickend, und sicher auch mit mehr als nur einer Träne im Auge und dann genüsslich irgendwo herunterkullernd.

    Ist es ein Wunder, dass eben doch ein paar viele Menschen ähnlich ticken, vor Allem wenn sie Kinder haben und ihre Aufgabe irgendwie instinktiv „ernst“ (also sehr lustig *kicher*) nehmen? Dass eine Lebensidee fast logisch auf die letzte Idee folgt? Dass Dein Blog mir im Grunde aus dem eigenen Herzen spricht, und nicht nur mir?

    So viele Ähnlichkeiten finde ich allein schon in Deinen Überschriften, nur beim kurzen Drüberfliegen. Es wird mir warm ums Herz, denn es gibt ihn also doch, den „Masterplan“, in Nuancen unterschiedlich aber doch im Inhalt gleich. Man erkennt ihn erst, wenn man sich auf die Kinder einlässt, anstatt auf die Spielregeln der derzeitigen Epoche. Wenn man mit dem Herzen sieht wie Saint Exupéry oder mit der ungebändigten Lust auf das wirkliche Leben, wie Coelho – und mit Kinderaugen, „Leuchtaugen“ wie meine derzeit so ferne Tochter sie immer gern nannte, wie Du das offenbar tust.

    Ich freue mich auf das Lesen, und dadurch auf Inneres Gesunden nach schwierigen Monaten in meinem eigenen Leben, mit viel Trauer, Verlust, und mit angeblicher Desillusionierung. Dein Blog gibt mir die Illusionen wieder zurück, hurraaaaa! Das Leben geht nicht nur weiter, sondern es hält spannende neue Episoden bereit.

    Danke dass es Deine Mitteilsamkeit gibt und dass der Zufall und der Rhein-Neckar-Nahverkehrtverbund uns heute zugezwinkert haben. Gib Manou ein Zwinkern von mir ab und sag ihr, dass der Garten in Eppelheim noch auf sie und nächstes Mal auf ihr Jawort wartet… .

    1. Lieber Sydän, vielen herzlichen Dank für deine Worte, ich kann dir das sehr nachempfinden und freue mich, dass wir uns kennenlernen durften. Wir sind in Deutschland einfach mit einem System konfrontiert, was bestimmte Dinge radikal wegrationalisiert. Das schlimme ist, dass es so früh anfängt und bereits die allerkleinsten von dieser grauen Masse aufgesogen werden sollen, infiltriert und gezüchtet werden, in meinen Augen ein Verbrechen an der Menschheit. Als Eltern spüren wir das gerade überdeutlich und stoßen dabei mehr als an unsere Grenzen. Aber: wir sollten stark sein und kämpfen! Ich persönlich möchte nicht nur für mein Kind, sondern für ALLE einen Weg der Freiheit und Unabhängigkeit gehen, ich wünsche mir nichts mehr, als dass dieser Massenkapitalismus im denken endlich aufhört und Kinder endlich wieder Kinder – frei, sie selbst und ungestört – sein dürfen. Man trägt schnell einen Stempel – aber das sollte uns egal sein. Alles Liebe, Louise

      1. Dazu möchte ich mich gerne weiter mit Dir an einem schönen Ort unterhalten. Es ist so wichtig, sich seine Träume von den „letzten Zuckungen“ des veralteten Systemes nicht länger austreiben zu lassen und ich bin sehr guten Mutes, dass „wir“ das schaffen, eben vor Allem dank solcher Mit machender blogs, dank viel Synergie, Freundschaften und Freude.
        Hab Dir eine PM geschrieben, an zwerggefluester@……… – ich hoffe, es ist angekommen und nicht im Spam gelandet oder an eine falsche Adresse gesendet. Wenn Du es bekommen hast, sag doch bitte kurz piep auf der angegebenen Nummer! Wenn nicht, dann hier.

        Bis bald, nächste Woche komme ich aus Ulm zurück und …

        dio

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