Mutterschutz ins Grundgesetz! Warum wir dringend eine Mütterlobby brauchen

Heute ist Muttertag! Und ich habe mir spontan überlegt, dass mir das heute mal einen ganzen Thementag wert ist, denn – sorry, Jungs – ohne die Mutter gäbe es hier mal gar nichts, ja, überhaupt nichts auf Erden!

Alle sieben Milliarden Menschen auf der Welt sind irgendwann einmal dem Bauch ihrer Mutter entschlüpft. Und wenn wir die Toten mitrechnen, also alle Menschen, die es in 65 Millionen Jahren Menschheit überhaupt schon einmal gab auf der Erde, dann sind es noch abertausende mehr. Mütter sind die Wurzeln der Menschheit, die Zukunft der Erde, die Wiege des Planeten! Nicht umsonst heißt es ja auch Mutter Erde. Und das muss nicht gewürdigt, sondern endlich einmal ganz klar deklariert werden, ja, dafür gibt es den 14. Mai – und das hier ist mein Beitrag dazu!

Eins vorweg: ich möchte mich hier absolut nicht gegen jemanden richten, dieser Text ist nicht gegen Väter oder auch Nicht-Mütter. Aber er ist für Mütter. Denn wir Mütter brauchen unbedingt und endlich jemanden – die Gesellschaft! – die uns den Rücken stärkt und für uns eintritt.

Nachdem ich in den letzten sieben Monaten fünf Gerichtsverfahren über mich ergehen lassen und dreimal den Wohnort wechseln musste, genötigt, übel verleumdet, absichtlich falsch beschuldigt und terrorisiert wurde, deshalb Nächte durchgemacht, mich zusammengerissen und mich dabei noch liebevoll um mein Kind gekümmert habe, bin ich heute mal so richtig stolz auf mich. Ich bin stolz, weil ich zusammen mit all den anderen Müttern einfach mal die Beste bin! Ich bin verdammt stolz, weil ich mein Leben nicht nur lebe, sondern mit Würde jeden Tag durchs Leben gehe und selbst meinen größten Feinden noch liebevoll und voller Achtung begegnen kann. Ich bin unendlich dankbar, dass ich es schaffe, trotz all dieser Gemeinheiten offen, großzügig und herzlich zu sein, ehrlich und authentisch zu bleiben, mein Kind in Liebe und Respekt zu erziehen und Tiere, Pflanzen und Menschen gleichermaßen wertzuschätzen. Danke, dass ich so mutig und stark gemacht wurde und gleichzeitig Mitgefühl und Verständnis für die Miesepeter dieser Welt haben kann, dass ich es schaffe, in all dem Wust glücklich über die Runden zu kommen und meine Träume nie aus den Augen zu verlieren. Danke, dass ich so unendlich viel Kraft habe, mich für mich, mein Kind und andere zu engagieren, dass ich…

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUM MUTTERTAG!!!

Aber Moment mal! Wisst ihr, was ich mich in letzter Zeit ganz oft gefragt habe? Wie es eigentlich sein kann, dass wir – dass Mütter! – sich ständig unterordnen, anpassen und bevormunden lassen müssen! Wie es sein kann, dass man uns sooo oft reinredet – einfach in alles: ins Stillen, in die Erziehung, ins Impfen oder Nicht-Impfen, in die Betreuung, die Versorgung, die Entscheidungen, … – kritisiert und dabei regelrecht entmachtet??? Und warum wir das bis jetzt eigentlich so stillschweigend hingenommen haben, ja, warum in aller Welt wir das eigentlich überhaupt noch dulden, mitmachen – warum wir uns nicht längst zur Wehr gesetzt haben???

Wir sind doch diejenigen, die die Menschheit zur Welt bringt! Und nicht nur das: ohne unsere Liebe und wohl angestellten Überlegungen und Handlungen wäre die Welt am Arsch! Nicht dass sie das noch nicht längst wäre, ich meine… so richtig am Arsch! Wir sind es, die die Erwachsenen, die übrigens alle mal Kinder waren, gemacht haben. Wir haben sie aus unserem Becken gepresst, wir haben all die Schmerzen der Geburt ertragen müssen und wir managen täglich hunderttausend Sachen gleichzeitig (ohne dass wir daran zerbrechen oder erstmal ins Saufgelage verfallen) – und da will uns irgendwer, der keine Ahnung davon hat, irgendetwas vormachen??? HÄÄÄ???

Das ist ja wohl eine verkehrte Welt, eine ganz ganz verkehrte Welt. Schluss damit!! Ab jetzt sind wir die Macher, wir bestimmen die Regeln! Wie kann es denn eigentlich sein, dass wir zu bestimmten Handlungen gezwungen werden, auf bestimmte Art und Weise mit unseren Kindern verfahren müssen, im Alltag und im Leben fremdbestimmt agieren müssen – und das für alle ganz normal, ja, selbstverständlich ist? Wo ist die Entlohnung, wo ist der Dank, wo ist die Achtung, wo ist der RESPEKT???

Bei meiner spontanen Suche – denn ich habe mir gedacht: ´Warum in aller Welt gibt es eigentlich noch keine Mütterlobby, eine Art Bundesverband aller Mütter?´- bin ich auf ein paar sehr interessante Sachen gestoßen, denn ja, es gibt sie tatsächlich: diejenigen, die sich für uns einsetzen, die unsere Rechte stärken, die ganzen unbekannten Fälle publik machen, uns beraten, unterstützen und in Schutz nehmen, es gibt die Mütterlobby! Und hier ist gleich die entsprechende Facebook-Gruppe dazu, ich würde vorschlagen: jeder, der es bis hierhin geschafft hat, liked die Seite der Mütterlobby und lädt noch ein paar Freunde dazu ein, damit sie ganz schnell wächst und sich verbreitet. Tretet ein! Und dort steht u.a. auch, was im Grundgesetz verankert ist, nämlich:

Artikel 6, Absatz 4: „Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.“

Das ist ja interessant. Trotzdem gibt es da noch viel zu tun, damit dieser Grundsatz auch im täglichen Leben wirklich Bestand findet. Macht mit und seid da! Und haltet mit mir und allen anderen Müttern zusammen, denn… wir sind viele – seeehr viele! Und genau davor hat die Gesellschaft warscheinlich Angst, denn anders kann ich mir gerade nicht erklären, warum Mütter so degradiert und unterdrückt werden. Es scheint wie mit allem, was große Veränderungen über die Menschheit bringen könnte: lieber spricht man ihm die Berechtigung ab, denn es könnte für Aufstand sorgen (wenn nicht gar gefährlich werden und die Menschen befreien).

Ein sehr interessanter Blog noch dazu, falls ihr ihn nicht kennt: smart mama. Eine zu Mütterrechten und Mutterschutz bloggende Rechtsanwältin, Kitaleiterin, Autorin und was weiß ich nicht noch alles!

Außerdem ist heute der Mama-Flashmob in Karlsruhe… Fehlt sonst noch etwas, was nicht gesagt wurde? Any Tipps, Infos oder Links?

Ein Hoch auf uns Mütter! Und dass wir uns ab jetzt wesentich in die Gesellschaft einmischen und sie nach unseren Wünschen und Bedürfnissen und natürlich denen unserer Kinder gestalten. Danke an all die Väter und wohlgesonnenen Mitmenschen, die uns dabei schon jetzt liebevoll begleiten und zur Seite stehen! Prost Neujahr, äh, Muttertag!

4 Kommentare auf “Mutterschutz ins Grundgesetz! Warum wir dringend eine Mütterlobby brauchen

  1. Liebe Louise,
    mit großem Interesse hab ich heute deinen Artikel gelesen. Für mich als Mann und Vater von 9 (11) Kindern wird mir die Rolle der Mütter immer bewusster, auch gerade wieder durch deinen Artikel: Es wird Zeit, dass die patriachale Welt (-herrschaft), in die ich hineingeboren wurde, abgelöst wird durch die intuitive Weiblichkeit. Nicht, dass ich meine Männlichkeit „an den Nagel hängen“ sollte. Aber ich spüre, dass in den Müttern eine Kraft ist, die lebenserhaltend, heilend, wegweisend, zukunftsschaffend ist…. Eine Qualität, die für die gesamte Menschheit und deren Überleben von Nöten ist! Dass es hierfür auch eine gesetzliche Verankerung bedarf ist eine notwendige Folge.
    Allerdings werden wir es nicht „von den da oben“ erwarten können (in dem Fall würden wir der männlichen Macht, den Gesetzgebern noch mehr Macht über uns, bzw. die Mütter geben!). Es kann nur jede Mutter für sich oder im Zusammenschluss tun und wir Männer/Väter haben die Pflicht, endlich zuzuhören und zu unterstützen! Und es gibt sie, diese wunderbaren Mütter…. und es gibt sie immer mehr!
    Alles Liebe und Gute und weiterhin viel Kraft, Freude, Intuition für deinen Weg!
    Lieben lieben Dank!
    Christian mit der http://www.freilernfamily.de

    1. Lieber Christian, ich bewundere deine Gabe, dich so hineinfühlen zu können, „Empathie“ wäre da ja das nächste große Stichwort;) Und Geduld… Aber es wird kommen, alle Zeichen weisen darauf hin, ich bin selbst auch gespannt. Alles Gute auch für euch und deine Familie! Und wir bleiben in Kontakt:)

  2. Danke für deinen tollen Artikel!!!
    Ich habe auch die Hölle hinter mir, stehe allein im Feuer und kämpfe jeden Tag für meine Kinder und dass es uns gut geht. Ich bin oft traurig und erschöpft, aber trotz der schlimmen Zeiten herzlich, offen und mitfühlend geblieben – oder vielleicht gerade deshalb? !
    Ich zeige meinen Kindern, wie wichtig Zusammenhalt, Gemeinschaft und Verzeihen ist. Respekt vor ALLEM Leben zu haben und dankbar zu sein für das,was wir haben und was uns Gutes geschieht. Das ist alles nicht selbstverständlich.
    Ich möchte mich hier vor Ort auch einsetzen für Frauen und Mütter, dass sie wieder ihren Wert erkennen und einander helfen.
    Die allermeisten von uns sind nicht die herzlosen Schwerverbrecher, als die wir oft dargestellt werden. Das ist Mutterliebe mit dem Herz und dem Kampfgeist einer Löwin für ihre Jungen in Aktion!

  3. Vielen lieben Dank für den Artikel….als Menschin, Frau & Mutter kann ich das nur bekräftigen und bestätigen.

    Als sehr aktive und bewusste Frau, Mutter & Menschin mache ich u.a. folgende Erfahrungen…..

    Ich bin auch schon Zeit meines Lebens erstaunt, wie viel Frauen & Mütter mit sich machen lassen, schlucken und dulden, ja ertragen bis zum bitteren Ende !
    Als Frau & Mutter kenne ich das auch nur allzu gut, auch wenn ich zu denen gehöre, die hin und wieder aufmerksam gemacht, um Hilfe, mehr Respekt und Achtung gebeten haben..anfangs leise, dann immer lauter…da ich erleben muss, in meiner Wahrnehmung und in meinen Nöten weder wahrgenommen noch für voll genommen zu werden, geschweige denn, Respekt, Achtung , Gehör oder Hilfe zu finden.

    Die gleiche Emotionalität und der soziale Reichtum von dem meine Umgebung das ganze Jahr profitiert, wird gleichzeitig belächelt, nicht für voll genommen, als Marotte, Divengetue, Tyrannei oder Stress eingestuft und schliesslich abwertend und verächtlich behandelt oder schliesslich ignoriert…meiner Person, Bedürfnisse und Wünsche inklusive. Von Interesse und Empathie keine Spur.

    Auch, viel zu oft erlebt….von Mutter, Freundin oder Bekannter zu Schwiegermutter oder Nachbarin…viel zu viele Frauen, die Frauen das Leben schwer machen, nicht zueinander halten, sich nicht unterstützen und viel schlimmeres.
    Sicher könnte Frau & Mutter noch viele Dinge mehr aufzählen…sicher auch sehr wichtig !, gerade, weil ÜBER SO VIELES und über uns hinweggegangen, hinweggetrampelt wird und Reflektion bei unserem Gegenüber/ unserem Nächsten viel zu wenig oder gar nicht stattfindet. UND DAS, wo doch von uns erwartet wird, dass wir GUTE FRAUEN und möglichst perfekte Mütter für unsere Kinder sind.

    Ja, ich weiss, mit Freundlichkeit auf Unfreundlichkeiten reagieren ist ein Weg, einer, den ich fühle und bevorzuge und den ich als die Frau, die ich bin, lebe.

    Aber x ganz ehrlich, stets missachtet, bedrängt, als Wonderwoman missbrauchtes Menschlein gelingt es uns dennoch sehr lange bis sehr sehr lange, lieb, nett, brav und freundlich zu sein ( auch haben wir ja gelernt….dass Männer geschont, gehegt und gepflegt und bestätigt werden müssen und vieles vieles mehr…was sie uns im Alltag auch immer wieder bestätigen..+ auch wollen wir ja um jeden Preis unsere Familie erhalten…was für ein Scheiss….), aber habe ich noch einigermassen Verstand, Leben und ein Gefühl für Waagverhältnisse und Gerechtigkeit in mir,
    entstehen irgendwann, zu oft schlecht behandelt,
    DIE Wut, die Ohnmacht, Trauer, Verzweiflung ob vieler Ungerechtigkeiten, des Alllein, im Stich-Gelassen Werdens in sooo vielen Bereichen…. darüber wird NIE gesprochen und wenn, dann lande ich schnell in der Schublade einer Anstrengenden, einer Zicke , einer Bestimmerin, Frustrierten uvm. und werde zum Feindbild oder zur Kämpferin für Andere….sogar für meine allernächste Umgebung.
    Das nimmt zuweilen derart zerstörische Züge an, dass mir ob dieser unreflektierten Zerstörung eines Menschens/einer Mutter, meiner Selbst, Hass mittlerweile leider kein Fremdwort mehr ist.

    Ständig an der Wand, nur in erwarteter Funktion, zu oft in Schubläden und Ecken gedrängt, die einem nicht gehören, viel zu oft unerhört und unerreicht, ohne Anspruch auf Freizeit, Interessen und Wünsche und trotz aller Offenheit, Formulierung und Kommunikation der Verzweilflung missachtet, entstehen viele ungesunde Gefühle.

    Was zeigen Mann & Frau den Kindern der nächsten Generation, wie mit Problemen, wie mit Frauen und Müttern verfahren wird ? !

    Ohne Respekt & Achtung, ohne Herz & Kommunikation und faire, ehrliche Auseinandersetzung können keine positiven Veränderungen stattfinden. Und wer dazu nicht bereit ist, überläßt die Verantwortung hierfür anderen und leht sie selber ab.

    Ich ermahne zu wesentluich mehr Respekt , Sensibilität, Achtung, liebevollen, fairen und kommunikativen Umgang, mehr Aufmerksamkeit, Interesse uvm.

    Dieses soziale und kommunikative Interesse muss aber erst einmal vorhanden sein und ist es offensichtlich bei den meisten Menschen nicht, denn sonst müßte Frau sich nicht mit solchen alltagsschwächenden Thematiken herumschlagen und körperlich wie mental ums Überleben kämpfen.

    Ohne Frage geben die meisten Mütter ALLES und noch darüber hinaus VIEL MEHR….was nicht heisst, dass wir selbst keiner Fürsorge, Pflege, Aufmerksamkeit, Liebe, Achtung, Respekt oder des Schutzes bedürfen.
    GANZ IM GEGENTEIL, finde ich.
    Gerade unsere enormen Leistungen, unser Herzblut & Einsatz für Kinder & Familie sollte anderen Anklang finden als dass wir uns alleine, im Stich gelassen, unverstanden, traumatisiert, verletzt, ohne Job, Geld, Rente und todunglücklich und einsam wiederfinden.
    Denn wir bekommen die Kinder, wir sind der Dreh & Angelpunkt einer guten und stabilen, einer glücklichen und sozialen Familie. Warum betrachtet sich nicht ein jedes Familienmitglied, in Zuwendung zu seinem Nächsten als solches Dreh& Angelpunkt ? , dann wäre Frau & Mutter sicherlich um einiges entlasteter, weniger krank, „zickig“ und könnte den anstrengenden Mittelpunktsplatz gerne x gegen einen entspannten Sitzplatz eintauschen.

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