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Ortsunabhängiges Arbeiten – warum immer mehr Menschen ihr eigenes Online-Business gründen

Ortsunabhängiges arbeiten, Digitale Nomaden, online business – alles keine Fremdwörter mehr in einer zunehmend digitalisierten Welt. Auch mich hat es gepackt! Vor etwa eineinhalb Jahren bin ich auf eine der bekanntesten Reisebloggerinnen gestoßen und fand das alles so faszinierend, ja, ich wollte das auch – ein digitales Online-Business. Wie unabhängig, frei und flexibel ist man doch, wenn man es dann wirklich geschafft hat, sich sein Einkommen durchs Internet zu generieren, wie befreiend, wenn man niemanden mehr fragen muss, ob man nächste Woche Urlaub nehmen kann, wenn man sich seine Zeit frei einteilen und immer selbst entscheiden kann, wann, wo und wie viel man arbeitet!

Die Zukunft der Arbeit

Klar, ganz so easy, wie das klingt, ist es natürlich nicht. Ein Online-Business erfordert richtig viel Zeit, Einsatz, Ideen, Muße und Fleiß. Doch das schöne ist, dass heutzutage jeder ein Notebook und Internetanschluss hat und die Möglichkeiten damit einfach unbegrenzt sind. Für mich gibt es nichts besseres, als selbständig zu sein und die Onlinewelt mit ihren ganzen Helfern, wie Coachings, Seminaren, Online-Workshops und -kursen bietet sich wunderbar an, um aus deinen Ideen mehr zu machen, deiner Mission auf die Spur zu kommen. Denn ja, darum geht es in erster Linie: eine Mission finden. Was interessiert dich, was macht dir Spaß, was kannst du schon, was würdest du gern tun, was kannst du dir längerfristig vorstellen, was ist deine Kombination aus dem, was du bereits weißt oder kannst und dem, womit du gern dein Geld verdienen möchtest? Auch hier hat mir ein Blog ganz besonders geholfen und ich bin auch jetzt noch Stammleserin von Carinas um180grad. Wenn man neu in der Blogosphäre ist und sich konsequent an ihre Tipps hält, kann man eigentlich gar nichts falsch machen, außer, dass man sich nicht richtig reinhängt. Und weil die Frage nach dem Geld ganz schnell immer wieder kommt – ja, als Blogger kann man Geld verdienen. Carina legt ihre Einnahmen regelmäßig offen dar. Und auch ihre Spitzenbloggerkollegen verdienen teilweise richtig viel Geld damit. Was man aber bedenken sollte: ein Blog ist nur ein Kanal für dein (ortsunabhängiges) Business. Im Grunde genommen ist also das bloggen nichts weiter als eine Werbeform für das, was du ohnehin schon machst.

Als digital Selbständiger ist man natürlich auch immer auf Internetanschluss, sein digitales Büro oder ein Coworking-Space angewiesen. Hier eine schöne Übersicht dazu. Der Anbieter listet hunderte Coworking Spaces aus ganz Deutschland auf und ist hierzulande nach eigenen Angaben die größte Plattform rund um das Thema Coworking

Eltern entdecken das Internet für sich

Als Mamabloggerin bewege ich mich in einer Nische, die mittlerweile auch viele andere Mütter und Väter für sich entdeckt haben. Wie sieht das bei denen so aus? Hier ein kleines Interview mit Melanie, die auf ihrem wunderschönen Familienblog glücklich scheitern auch über Feminismus und Fernweh berichtet.

Zwerggeflüster: Was war der Auslöser dafür, deinen eigenen Blog zu starten, warum ist Dir das Bloggen so wichtig?
Melanie: Hm, gute Frage. Angefangen hat es ja schon 2010/11 während der Schwangerschaft mit meinem ersten Kind. Damals gab es noch nicht so viele Mamablogs. Ich war die erste in meinem Umfeld, die schwanger war und hatte viele Fragen. Vor allem habe ich mich oft aufgeregt: Über ungefragtes Bauchgegrapsche, die Frage ob es ein Mädchen oder Junge wird (mit der impliziten Konsequenz, dass das Kind dann was in rosa oder hellblau zur Geburt bekommt…), über meine Müdigkeit die mich so schlapp machte und vieles mehr. Und in den bekannten Foren und Blogs fand ich entweder nur Hochglanzmütter ohne Augenringe oder einen Umgangston, der meinem total widersprach. Meine letzte Rettung war dann das Eröffnen eines eigenen Blogs. Hier konnte ich meine Gefühle und Sichtweisen beschreiben und wartete gespannt auf erste Reaktionen. Als dann die ersten: „Danke, geht mir genauso!“, „Oh, ich hab mich beim Lesen herrlich amüsiert, jetzt geht’s mir besser“ kamen habe ich mich gefreut wie Bolle! Ich bin nicht die Einzige die alleine mit den Fragen und Sorgen ist – wie gut das tat! Inzwischen hat der Fokus sich ein klein wenig verschoben: Ich würde meine Leser*innen auch gern mehr über mir wichtige Themen informieren. Eine Herzensangelegenheit ist mir zum Beispiel geschlechtersensible Erziehung. Mein Sohn fand rosa und Glitzer und die Eiskönigin total prima – bis die großen Jungs im Kindergarten ihm „erklärten“, dass das Mädchenkram ist. Woher haben das diese Jungs? Und warum wird alles an Spielzeug und Kleidung bereits für kleinste Kinder gegendert (also als Mädchen- oder Jungenspielzeug/-kleidung gekennzeichnet)? Und vor allem: Was macht das mit den Kindern? Naja, und da ich mit den beiden Kids, jetzt 5 und 2 Jahre alt, beinahe aus dem Gröbsten raus bin und auch wieder selber Geld verdiene bekommt das Reisen endlich wieder einen größeren Stellenwert, ebenso wie andere Outdoor-Aktivitäten mit Kindern. Wie Du siehst, ist mein Blog ein buntes Potpourri aus allem, was mich interessiert und beschäftigt.
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Zwerggeflüster: Kannst Du mit Deinem Blog Geld verdienen?
Melanie: Ein bisschen ja, seit diesem Jahr. Also aktuell laufen die ersten Kooperationen mit Firmen. Für meinen ersten Beitrag habe ich einen – recht hohen – Gegenwert in Form von Produkten bekommen, also kein Honorar. Das war/wird auch ein halber Freundschaftsbeitrag. Für alle Anfragen von Unternehmen stelle ich ein Honorar von ca. 250-300 Euro. Aber ich bin weit davon entfernt, ein regelmäßiges Einkommen durch den Blog zu haben. Da ich da aber auch nicht drauf angewiesen bin, bzw. das mein vordergründiges Ziel war/ist, bin ich ganz entspannt und freue mich einfach, dass es diese Möglichkeit des Zuverdienst gibt. Obwohl es bisher auch grad die entstandenen Unkosten für Bloghosting etc. deckt.

Zwerggeflüster: Warum schießen immer neue Elternblogs gerade wie Pilze aus dem Boden

Tja, gute Frage. Vielleicht, weil es inzwischen so leicht ist, einen Blog zu starten – wie wordpress funktioniert und die technischen Details lässt sich inzwischen total leicht recherchieren. Wenn man dann ein gewisses Kommunikationsbedürfnis mitbringt ist ein Blog schnell aufgesetzt. Wenn Du grad auch solche Blogs meinst, die das Geldverdienen mit einbeziehen: Weil es inzwischen mehr Möglichkeiten gibt, mit einem Elternblog Geld zu verdienen. Unternehmen haben inzwischen Elternblogs als Influencer und Markenbotschafter erkannt (und versuchen sie leider auch oft noch als billige Werbeplattform auszunutzen). Und in der Mamabloggerinnenszene seh ich auch viele (ehemalige) Journalistinnen und PRlerinnen, die nach einem alternativen Einkommen nach der Elternzeit suchen und ihr Know How dann eben dort einsetzen. Finde ich alles legitim: Es gibt genug Leserinnen, vor allem immer wieder neue, und jede Bloggerin setzt einen eigenen Schwerpunkt. Mich haben viele andere Bloggerinnen durch ihre Sichtweise beeinflusst und durch ihre Professionalität auch weiter geholfen.

melanie_presse

Mehr zum Thema bloggen, online business und digitales Nomadentum gibt´s dann morgen hier – im zweiten Teil!

(2) Comments

  1. Liebe Louise,
    auch hier noch mal ein dickes Dankeschön für die Erwähnung und freut mich riesig, dass Du so begeistert bei mir mitliest <3
    Viele liebe Grüße,
    Carina

    1. Carina!!! Das freut mich aber sehr, danke zurück!!! :)

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