Hintergrund

Auf Zwerggeflüster schreibe ich viel über pädagogische und Bildungsthemen, in diesem Zusammenhang auch über neue Haltungen und unkonventionelle Ansichten. Und nein! Weder bin ich Erzieherin, noch Lehrer, beschäftige mich jedoch vor einem ganz bestimmten Hintergrund mit diesen Themen.

Ich bin Mutter. Und als Instrumentalpädagogin bin ich seit 2007 tätig. Dabei verfolge ich keine Methode, sondern versuche von Anfang an, die Musikalität eines jeden über die Saiten des Cellos nach außen zu kehren, denn: jeder Mensch ist musikalisch! Und mit innerer Musikalität einher gehen sämtliche weitere Wahrnehmungsprozesse, die sich auch außerhalb musikalischer Arbeit, nämlich in allen Lebensbereichen widerspiegeln.

Obwohl ich nie unterrichten wollte, konnte ich Erfahrung in der pädagogischen Arbeit u.a. an verschiedenen Schulen sammeln: dem Adolf-Reichwein-Gymnasium, der Bettinaschule und Musikschule Rhythmix in Frankfurt, dem Carl-Bosch-Gymnasium in Ludwigshafen, der städtischen Musikschule in Viernheim, sowie dem Musikstudio Weststadt in Heidelberg. Zuletzt habe ich das „children´s program“ im Shri Jasnath Asan in Indien geleitet. Seit der Geburt meiner Tochter fließen nunmehr natürliches bzw. freies lernen in mein Interessengebiet, wobei das Werk des Forschers und UNESCO-Experten Arno Sterns dabei  besondere Wichtigkeit erlangt hat.

Meine eigenen, ganz persönlichen Lernerlebnisse und -erfahrungen waren für mich prägend, so habe ich mir viele Kenntnisse (wie z.B. zeichnen, spanisch, französisch oder das Violinspiel) autodidaktisch angeeignet.

Grundlage meiner Arbeit bildet meine Ausbildung bei Prof. Gehard Mantel bzw. mein künstlerisch-pädagogisches Studium 2006-2012 an den staatlichen Hochschulen für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig, der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main sowie als ERASMUS-Studentin der Franz Liszt Academy of Music Budapest. Neue Impulse erhielt ich in ständigen Meisterkursen (u.a. bei Philippe Muller, Troels Svane, Rohan de Saram, Wolfgang Boettcher, Manuel Fischer-Dieskau, dem Miró Quartett, Matthias Kirschnereit und Martin Spangenberg). Eine meiner wichtigsten Wegbereiter waren jedoch mein Großvater Fritz Schneider (ehem. Solo-Oboist im Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig) und Hans Erik Deckert (Schüler von Sergiu Celibidache). Mit dem Cello in unterschiedlichen Ensembles und Orchestern durfte ich Konzertreisen nach China, Korea, Indien, Russland, Ägypten, die Schweiz, Südafrika, Frankreich und Italien unternehmen. In New York bot sich mir weiterhin die Gelegenheit eines zweimonatigen Praktikums bei Take Wing and Soar Productions. An CD-Einspielungen und TV-Produktionen habe ich ebenso mitgewirkt wie als Background-Musikerin für diverse Künstler. Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen ermöglichte mein Studium mit einem Instrument von Ekkard Seidl, die Young Artists Foundation Heidelberg förderte mich 2013.

Inzwischen beziehe ich mich in meinem pädagogischen Ansatz nicht mehr nur auf die musikalische Arbeit, sondern engagiere mich ganz allgemein für das Vertrauen in die natürlichen Fähigkeiten des Kindes und eine neue Haltung in diesem Zusammenhang, freie Bildung und selbstbestimmtes Lernen. Hierzu zählen die Arbeit des Bundesverband Natürlich Lernen! e.V., die Schulfrei-Bewegung, Frei-sich-bilden, sowie mehrere Gruppen und Initiativen, für die ich aktiv mit meiner Stimme eintrete.

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